Bericht zur Hegeringversammlung Boppard

der Kreisgruppe Rhein-Hunsrück im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz

Die diesjährige Hegeringversammlung des Hegerings Boppard der Kreisgruppe Rhein-Hunsrück im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV RLP) fand unter reger Beteiligung statt. Insgesamt nahmen 55 Mitglieder sowie einige Ehrengäste an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn begrüßte Hegeringleiter Wolfgang Petersen die Anwesenden sowie die Ehrengäste. Besonders hervorgehoben wurde der ehemalige Landrat Bertram Fleck, der im weiteren Verlauf der Versammlung für 25 Jahre Mitgliedschaft im Landesjagdverband geehrt wurde.

Im Anschluss berichtete der Kreisjagdmeister Thomas Köhrer ausführlich über die aktuelle Lage der Afrikanischen Schweinepest (ASP). In Rheinland-Pfalz sei die Situation derzeit unter Kontrolle, jedoch gebe es in den nördlich angrenzenden Regionen weiterhin Ausbrüche, die aufmerksam beobachtet werden müssen. Zudem stellte er die aktuellen Abschusszahlen vor und informierte über die Ergebnisse des „Runden Tisches“. An diesem beteiligten sich der Landrat, Vertreter aus der Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Jägerschaft, der unteren Jagdbehörde sowie Wildbiologen. Das daraus entwickelte Positionspapier soll als Grundlage für weitere Abstimmungen, insbesondere auch mit den Jagdgenossenschaften, dienen.

Hegeringleiter Wolfgang Petersen gab anschließend einen umfassenden Bericht über die Aktivitäten im Hegering. Ein Schwerpunkt lag auf den anstehenden Wahlen im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus berichtete er über regionale Entwicklungen.

Ein weiterer Punkt war die Demonstration gegen das neue Landesjagdgesetz, die im vergangenen Jahr in Mainz stattfand und an der sich zahlreiche Jägerinnen und Jäger beteiligten, sowie ein Flashmob in Boppard

Positiv hervorgehoben wurde auch die Renovierung des Schießstandes in Kastellaun sowie die Einführung eines neuen Konzepts für die Jungjägerausbildung, das auf moderne Anforderungen und eine praxisnahe Ausbildung abzielt.

Großes Interesse fand auch der Bericht über einen Fachvortrag von Dr. Andreas Kinser und Prof. Sven Herzog. Beide referierten zum Thema Wild-Wald-Konflikt und Biodiversität und stellten innovative Jagdkonzepte vor, die insbesondere darauf abzielen, den Verbiss im Wald zu reduzieren und gleichzeitig ökologische Ziele zu berücksichtigen, sowie das vorhandene Wild zu schützen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Information, dass der Wolf inzwischen in das Bundesjagdrecht aufgenommen wurde, was künftig Auswirkungen auf den Umgang mit dieser Tierart haben wird.

Musikalisch aufgelockert und würdig begleitet wurde die Veranstaltung von der Parforcehorngruppe Ehrbachklamm, die für einen feierlichen Rahmen sorgte und ebenfalls eine große Trophäenwand verblasen durfte.

Insgesamt zeigte die Versammlung einmal mehr die enge Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Behörden und weiteren Interessengruppen sowie die hohe Bedeutung aktueller Themen wie Seuchenprävention, Wild- und Waldentwicklung und jagdpolitische Rahmenbedingungen.

Abschließend dankte Petersen allen Beteiligten, sei es für die aktive Mitgestaltung und Vorbereitung der Versammlung oder für das Zuhören.